Bomben auf Utopia Tag 3

Tag 3 (15.12.2011)

HALLO MAIK!

Ein Lichtkegel fällt auf einen Schreibtisch, der ein wenig unaufgeräumt erscheint. Tassen und Aschenbecher stehen herum, ein leichter Gilb hat Einzug auf der Tastatur gehalten, welche auch schon Brandflecken und Teerflecken aufweist.

Klar ist es der Schreibtisch eines einsamen Mannes.Das könnte schon daran erkannt werden, dass dieser Computer, auch wenn er dezentral aufgestellt ist, ganz klar den Mittelpunkt des Wohnbereiches bildet.Auch wenn dies keine Messi-Wohnung ist, so sind doch klare Straßen zu den neuralgischen, wichtigen Punkten des beheimateten Lebens zu erkennen.

Interessant ja auch, dass es früher einmal „die“ klassische Junggesellenwohnung gab, diese aber seit der flächendeckenden Verbreitung des Internets komplett in den Speicher des Computers gewandert ist.

Es wird ja auch nicht mehr nach Haus eingeladen, deshalb bringt es gar nichts mehr, tolle Einrichtungsgegenstände und Angebersachen anzuhäufen. Oder, besser gesagt: Die kann man besser auf der Festplatte anhäufen und seinen Freunden zeigen, wenn man dann doch mal wen einlädt und das Party nennt – aber am Schluss ist ja doch nur immer gegenseitig YouTube-Videos zeigen.

Früher hing der Status noch vom materiellen Besitz des Statusbesitzers ab (Haus, Frau, Mann, Boot, Pferd, Pferdin), und die Höhe des sozialen Status wurde vom materiellen Status des Statusbetrachters abgeleitet.

Damals war als Beleidigung einer Sache das Wort „Statussymbol“ noch verbreitet.

Heute bestimmt der Statusbesitzer den Inhalt seines Status’ selbst und ist nicht mehr darauf angewiesen, seinen Status durch Besitz zu äußern.

Das ist heute auch einfacher, weil ein normaler Mensch immer – vor allem, aber nicht nur – im Internet unablässig nach dem eigenen Status gefragt wird. Also äußert er sich in einer Frequenz, die es unmöglich macht, den Wahrheitsgehalt des Status zu überprüfen.

Es ist nicht mehr notwendig, Geld gegen Waren einzutauschen, um den eigenen Status sichtbar zu machen. Man muss also nicht mehr viel Geld verdienen, um in Gesellschaft angesehen zu sein.

Deswegen können sich auch viele Menschen gegen Arbeit und für Computer entscheiden, was im Moment noch wenig akzeptiert ist, aber bald schon Normalität sein wird.

Wenn die Online- und Computersucht erst einmal weit genug fortgeschritten ist, alles andere als das Internet uninteressant zu machen, wie das ja bei jeder Sucht früher oder später der Fall ist, dann wird es akzeptiert werden.

Ein Internetanschluss kostet zwanzig Euro im Monat. Die kann man sich von der Mutter leihen. Und das Essen, das kann man auch von der Mutter bekommen.

Vielleicht kehrt die Menschheit wieder zurück zu einem Status der familiären Einfachheit.

Und tatsächlich, wenn man sich Menschen anschaut, welche konzentriert in den Computer schauen: Sie sehen genauso dumm aus wie die Menschen aller Zeiten, wenn sie in ein Feuer schauten.

Es gibt wissenschaftliche Studien über diese Menschen, die sich für eine virtuelle Existenz entscheiden. Es ist nicht fair, sich über das Glück dieser Menschen zu äußern, und man sollte es unterlassen.

Vielleicht ist es nur die tiefe Wut und der böse Neid, dass jemand anderes mit weniger Mühe glücklicher ist als man selbst.

„Neet“ ist das Wort mit dem Wissenschaftler diese Menschen mit Computern und ihrer besonderen Beziehung zu diesen Computern beschreiben.

NEET ist ein Akronym aus den Worten „Not in Education, Employment or Training (nicht in Ausbildung, Anstellung oder Fortbildung) und bezeichnet die Gruppe junger Erwachsener zwischen 15 und 34 Jahren, die keine Schule besuchen, keiner Arbeit nachgehen und sich nicht in beruflicher Fortbildung befinden und dies auch nicht unmittelbar anstreben.

Obwohl die Bezeichnung von der britischen Regierung geprägt wurde, wird sie hauptsächlich in Japan verwendet und findet dieser Tage auch im deutschen Raum immer mehr Verwendung.

Klassifikation von NEET-Typen

NEETs lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen: Etwa die Hälfte der Personen gibt an, zukünftig wieder ein Arbeitsverhältnis aufnehmen zu wollen, die andere Hälfte strebt hingegen langfristig keine Beschäftigung an.

Unterschieden werden vier Typen:

•1: der antisoziale und hedonistische Typ, der es schlicht bequemer findet, nicht zu arbeiten;

•2: der zurückgezogene Typ, der nicht in der Lage ist, sich in die Gesellschaft zu integrieren, und sich daher abkapselt;

•3: der paralysierte Typ, der durch zu viel Nachdenken zur Passivität gezwungen ist und daher nicht in der Lage ist, sich eine Arbeit zu suchen;

•4: der entzauberte Typ, der bereits Arbeitserfahrung hat und aufgrund dieser Erfahrungen keine weiteren Arbeitserfahrungen zu machen wünscht.

Wenn ein Maik da so sitzt, dann würde das eigentlich alles gar nicht so sehr auffallen, dass da so vieles nicht stimmt.

Man könnte es erkennen, denn er trägt ein kleines Tribal in der Mitte seines T-Shirts auf der Brust, und wenn einer, der so ist wie Maik, Maik beschreiben sollte, würde er das wahrscheinlich nicht hinbekommen, weil er ein wenig dumm ist.

Aber über Maiks T-Shirt, die Sache mit den Tribals und den Träumen und dem Anders-als-man-ist-sein-wollen, da würde er sagen:

„Ich weiß gar nicht, was alle gegen Drachen und Helden haben, wieso das eigentlich gar nichts Gutes mehr ist, Held und Retter zu sein, wieso das eigentlich toll ist, nicht mehr toll zu sein!

Warum es nicht mehr super ist, super zu sein!

Es ist doch unglaublich verlogen, dass sich alle nur noch treffen, um tief zu stapeln. Ich meine, dahinter, toll zu sein, etwas Gutes zu machen, sich wohl zu fühlen in seiner Haut, dahinter steckt ja auch eine Menge Arbeit.

Es ist doch gar nicht leicht, sich selbst zu mögen. Es ist doch -verdammt noch mal – Betrug, alle anderen auch Scheiße zu finden, aber sich selbst am beschissensten. Das ist doch vollkommen verdreht, sein Selbstbewußtsein daraus zu stricken, negativer als die anderen zu sein.

Was für ein arroganter Rotz da verbreitet wird, mit dem ganzen Hass auf die, die sich selbst mögen und es nicht schaffen, es  zu verstecken, dass sie sich mögen.

Schande über die Vollidioten und Bastarde, die auf die Egos der anderen schimpfen, weil sie immer versagt haben in der schweren Aufgabe, sich selbst wenigstens ein bisschen zu mögen.

Maik denkt sich da nicht viel, aber jemand anderes, der vielleicht mit den Worten so ein bisschen besser umgehen kann, der würde vielleicht sagen:

„…das Problem ist: Mir liegt gar nichts an der Normalisierung der Menschen. Ich finde es super, wenn Leute super sind. Und ich finde es super, wenn Leute anders sind.

Ich könnte ausflippen, wenn alle Idioten andere nicht super finden, weil sie super sind!“

Da haben sich ja schon viele drüber geäußert, aber tatsächlich: Es gibt ein riesengroßes Problem mit der Individualisierung in diesem Land und in allen Ländern, deren Zusammenhalt nur noch ein Kunden-Anbieter-Verhältnis, ein Käufer-Verkäufer-Verhältnis ist.

Dieses Verhältnis gibt es ja nur aus dem einfachen Grund, mehr verkaufen zu können. Und da ist der beste Weg natürlich und mit Sicherheit, alles dafür zu tun, dass die Menschen nichts mehr teilen.

Und damit sie Dinge nicht mehr teilen, ist es absolut notwendig, die Menschen selbst zu teilen, zu trennen und dafür zu sorgen, dass sie einander misstrauen, damit teilen für sie nur noch die Angst vor Diebstahl bedeutet.

Die Idee, dass es den grundsätzlichen Konflikt, nämlich den Generationenkonflikt, einfach so gab, von der Natur des Menschen aus, ganz natürlich, ist doch absurd. Junge und Alte könnten sich sehr gut verstehen und sich sehr gut gegenseitig helfen und unterstützen.

Nur ist es halt sehr einfach, junge Leute schwachsinnig wütend und alte Leute sinnlos ängstlich zu machen.

Die Idee ist völlig falsch, dass solche Konflikte ungelenkt entstehen würden, oder das sie nicht innerhalb kürzester Zeit befeuert werden würden, von Unbeteiligten, die ihren Vorteil und ihren Profit, eben ihren Gewinn suchen.

Sie geht von der alten Vorstellung aus, dass Menschen, die Geld verdienen wollen, dumm sind und dass Menschen, die verführen wollen, auch dumm sind.

Aber – sie können gar nicht dumm sein!

Verführer teilen und herrschen. Und sie erzählen Kindern, dass es ihnen ohne Eltern besser geht, Männern, dass sie besser mit jüngeren, dümmeren Geschlechtspartnern gehen, und noch am genialsten: Sie erzählen Frauen, dass es ihnen besser geht, wenn es ihnen schlechter geht.

Sei du selbst, um dich gut zu fühlen, und um dich gut zu fühlen, brauchst du nur die folgenden Dinge: Mann, Auto, Karriere, kein Fett, den Busen, den es in der Natur nicht gibt, Kind, Schminke, Küche, Haus, Garten, Zeit.

Und am allerwichtigsten:

Geld.

Wie verwirrt muss ein Geist sein in der ersten Welt, bei Wein und Kerzenschein sich über Geld zu beschweren. Da muss mit der Axt auf den Tisch geschlagen werden, da muss gerufen werden: „Sagt einmal – Sapperlot, Jungvolk! -, geht’s Euch noch gut?“

Ich verdiene in diesen 20 Minuten, die ich hier sitze, nur durch Eure Getränke gerade mehr Geld als 95% der Weltbevölkerung in einem Monat. Und mich ruft das Finanzamt an und fragt mich, wovon ich denn lebe.

Geld. Ich lebe von Geld. Woher das kommt? Von irgendwo. Es wäre ja gelogen zu sagen, es gäbe insgesamt nicht genug davon.

Das Problem daran ist nicht, dass es viel oder wenig gibt oder dass es Geld überhaupt gibt, sondern ja doch nur, dass es allen so wichtig ist!

Das ist ja das ekelige an der gesamten modernen Occupy-Wallstreet-Quatschbewegung, dass man ihnen genau das gleiche vorwerfen kann wie ihren Gegnern, nämlich dass sie doch auch Geld und dadurch Waren, Dienstleistungen und Macht haben wollen, genauso wie die da oben.

Dann tauschen wir halt mal, aber wer erzählt, nach fünf Jahren Millionärsdasein wäre er gerne wieder arm, der kann ja viel erzählen, aber so etwas durchziehen, das macht nur einer, der ins Bürgertum zurückgeht. Einen armen Menschen, den wird dort keiner sehen!

Es sind nicht die Armen. Es sind die Nichtarmen, die gerne reicher wären, die dort diskutieren und protestieren, denen am Feindbild einer abgeht und die bemerken, dass es einem Tag ohne Feindbild irgendwie an Struktur fehlt.

Und da man dem Feind nur schwer vorwerfen kann, dass sie die eigenen Ziele einfach nur schneller erreichen als man selbst, kann man ihnen – und damit sie sich selbst – nur eines vorwerfen:

Da waren die anderen wohl klüger!

Und zusammengefasst: Was soll man da sagen?

Wenn die, die das Geld erfunden haben, es geschafft haben, dass ihr Hauptfeind nicht das System hasst, sondern die, die das System benutzen, und somit das System weiter verfestigen, was kann man denn da noch tun, außer zu stehen und zu lachen, wie sie selbst ihr Grab ausheben, während man es selber tut, weil einen all das viel zu müde macht, und dann leise lächelnd zitieren: „Yo doc, don´t hate the player. Hate the game!“

So welche Dinge würde sich wohl jemand denken, der Maik und sein Leben etwas zu lange überdenkt.

Das Maik selbst sich so etwas denkt, das ist nicht möglich. Und wird es auch nicht sein. Seit ein paar Jahren, da hängt er im Internet herum, der Maik.

Das ist natürlich gut und schlecht.

Es ist gut, weil es wirklich, wirklich gut sein kann, das Internet.

Es ist schlecht weil, wenn einer es nicht versteht, das Internet, dann versteht er es nicht.

Witzig ist am Internet, dass es immer lustig ist, auch wenn vieles nicht verstanden werden kann.

Aber es ist dann doch mehr ein Humor, der vom Gefühl herrührt, und hat meist etwas mit der geistigen Überlegenheit der materiell Unterlegenen zu tun.

Die Zusammengehörigkeit einer bestimmten Bevölkerungsgruppe nur über das Verständnis eines Humors und über süße Kätzchen, das ist schon neu – und schön und humanistisch.

Behauptete die humoristische Oberschicht des Internets bis heute, ihr Lebensmittelpunkt, eben das Internet, wäre für Pornografie erschaffen worden, muss man sich heut umschauen und sagen, nein, tatsächlich wurde es für Humor und Pornografie erschaffen. Und das weiß jeder, der sich ein wenig mit frauenverachtender Pornografie und mit gutem Humor auskennt: Das sind zwei Dinge, welche nicht zusammengehen!

Denn, das sagt der Feminismus schon ganz richtig: Pornografie ist nicht Sex – Pornografie, das ist Macht. Und Macht ist auf sexueller, also primitiver Ebene Gewalt. Und Gewalt wird durch Humor zerstört. Durch nichts sonst. Weil Humor der Gewalt immer überlegen ist.

Denn der Mensch an sich ist mehr klüger als er stark ist.

Maik sitzt vor dem Computer. Und sucht Dinge, die ihn interessieren. Die witzig sind, denn „witzig“, das ist das neue „interessant“. Was die anderen mögen, das weiß er nicht. Man könnte es Maik verraten. Man könnte Maik helfen.

Ich werde jetzt Beobachtungen vorlesen, dann werde ich das Publikum beobachten und dies dann notieren.

Ich werde keine Namen notieren.

Keine Angst!

Neuigkeiten aus dem Internet:

Wenn man sich so die Pornos anschaut, da schreien sie ja beim Sex immer: „fuck!“ Ich empfinde das so, als würde jemand beim Fussball immer „Fussball“ schreien.

Langeweile, das ist die einzige Bedrohung, die mir noch alltägliche Todesangst beschert. Auf einem Stuhl sitzen und sonst nichts machen. Das ist Anti-Mainstream, das ist Extremsport. Nichts tun und keine Angst vorm Morgen. Ja. Brrr, toll aufregend!

Ich werde die Arbeit von heute auf morgen verschieben, denn morgen bin ich älter und weiser und somit besser. Wie dumm wäre ich, heute schlechtere Arbeit und schlechtere Ergebnisse zu liefern.

Herrenloses Damenfahrrad.

Meine Welt kann heute nicht untergehen. In Australian ist es jetzt schon morgen.

Ich ändere mein Computerpasswort auf „inkorrekt“, damit mein Computer es mir verrät, falls ich es vergessen und falsch eingegeben habe.

Wenn sich auf der Straße zwei Frauen sehen: Die eine trägt einen Bikini, sonst nichts. Sieht sie die andere Frau, welche eine Burka trägt, denkt sie sich: Aus was für einer dreckigen, männerbestimmten und sie unterdrückenden Welt diese Frau doch kommt!

Wenn sich auf der Straße zwei Frauen sehen: Die eine trägt nur eine Burka, sonst nichts. Sieht sie die andere Frau, welche nur einen Bikini trägt, denkt sie sich: Aus was für einer dreckigen, männerbestimmten und sie unterdrückenden Welt diese Frau doch kommt!

Nimm keine Drogen, denn, wer Drogen nimmt, endet im Gefängnis, und im Gefängnis sind Drogen sehr teuer. Deswegen: Nimm keine Drogen!

Zum Lächeln braucht es 17 Muskeln. Um bös zu schauen 43 Muskeln.

Was rät einem die Fitnessdiktatur, in der wir leben, wohl öfter zu tun?

Die Würde des Menschen ist unangrapschbar.

Es heißt nicht: „Kein schöner Land“, es heißt: „Kein schönes

Land“!

Ihr könntet auch mal mit eurer Scheißkunst aufhören und dafür sorgen, dass mehr Straßenbahnen fahren, damit ich ausnahmsweise mal pünktlich zu meiner richtigen Arbeit komme!

Manchmal wache ich morgens auf und denke mir:

Kopfschmerzen, kein Geld mehr… Ich muss überfallen worden sein…

Wenn Adam und Eva weiß waren und es keine Evolution gibt, woher kommen dann die ganz vielen Menschen in Afrika?

…und dann erst dieser Moment, wenn du nervst und dann einer zu dir sagt: „Alter, hör‘ auf zu nerven!“ Aber du kannst erst aufhören zu nerven, wenn du noch kurz viel mehr genervt hast.

Eine Katze mit Butter zu bestreichen endet im Zusammenbrechen des Raumzeitkontinuums, da sie beim Wurf aus dem 13. Stock nicht mehr in der Lage sein wird, auf den Füßen zu landen.

Da eine Katze jederzeit auf den Pfoten landet, ein Marmeladen- und/oder Butterbrot jederzeit auf der Marmeladen- oder Butterseite, könnte man diese ganze lächerliche Energiedebatte beenden.

Wenn man einer Katze ein Butter- und/oder Marmeladenbrot auf den Rücken klebt, Brot und Katze dann an einen Stock bindet und das Ganze mit einer elektromagnetischen Drehspule verbindet, wird sich diese Drehspule für immer drehen. Niemals mehr gäbe es einen Energieengpass, da es für die Katze unmöglich ist, den Boden zu erreichen, ohne das sie mit den Tatzen voraus landet.

Das ist die Lösung.

Die ganze Welt wäre voll mit nützlichen kleinen Katzen: Eine Katze im Kleinwagen, ein Feld von hunderttausend Katzen für die Schwer- und Rüstungsindustrie.

Genau wurde ja niemals herausgefunden, was Hitlers versprochene Geheimwaffe nun wirklich war. Aber dass er Katzen mehr mochte als Menschen, das kann nun wirklich keiner mehr bestreiten!

Würde jemand die Falten aus seinem Hirn bügeln, es wäre so groß und grau wie ein alter Kopfkissenbezug.

Im Universallexikon ist der Mensch wie folgt beschrieben:

Der Mensch: Ein Wesen, das einen Baum fällt, ihn zu Papier macht und darauf schreibt: Rettet die Bäume!

Fuck it, ich bleib‘ zu Haus und spiel’ „Jumanji“!

Eine einfache Übung zum Abnehmen ist es, seinen Kopf erst nach links und dann nach rechts zu drehen. Diese Übung wird jedes mal angewandt, wenn Essen angeboten wird.

Von allen Menschen, die jemals auf der Erde geboren wurden, leben nur 6,5% jetzt gerade.

Linkshänder sterben im Schnitt neun Jahre früher.

Alles wird gut zum Schluss, und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende.

Danke. Notiert. Maik wird die Ergebnisse erfahren – Sie haben Gutes getan!

Maik

Ganz viele wissen ganz viele Sachen. Ich merke das, wenn ich versuche, auch ganz viele Sachen zu wissen. Das ist nicht einfach. Meistens reden die, die ganz viele Sachen wissen so, dass ich ganz viele Sachen nicht verstehe und das mich das wütend macht, weil ich diese ganzen vielen Sachen auch wissen will, das ist ja wohl klar! Mongos!

Ich kann das alles auch wissen. Im Internet. Ich kann alles wissen. Das ist einfach. Suchen. Finden. Das ist so einfach, dass jeder, der studiert hat, die Fresse halten soll und nicht immer sagen, dass er „voll so geil“ wäre. Ist der nämlich nicht. Ich kann auch „“voll so alles“ wissen!

Nee.

Was ich zu Killerspielen denke?

Es passiert uns im Clan mega oft, das so Typen ankommen und mitzocken wollen, labern mega viel im Teamspeak und können dann nicht schießen.

Noob.

Ich kick die vom Server, und die sind voll wütend. Wer nicht schießen kann, der kann auch nicht mitzocken.

Das ist Verantwortung für mich als Teamleader.

Ich war in Afghanistan, und glaub’ mir, mein Kommandant: Er hätte keinen mitgenommen, der nicht kämpfen kann, weil, wenn der stirbt, dann muss der Kommandant sich immer etwas ausdenken, warum er gestorben ist, also, warum er überhaupt im Krieg war. Und wenn man das seiner Frau oder seinem Mann so erklären muss, dann sagt man ja lieber von Anfang an: Nee!

Sobald ich bemerke, dass es brenzlig werden könnte, kick ich die Noobs vom Server, das ist ja auch voll eine Form von Verantwortung, die ich hier im Team hab‘ – und das ist voll wichtig.

Wenn du nicht stark genug bist, dann wirst du schnell sterben. Und wenn du schnell stirbst, macht das die Gruppe schwächer. Und dann stirbt die Gruppe schneller. Und das ist dann meine Schuld, wenn die Gruppe stirbt.

Also: Verarsch mich nicht!

Geh‘ Üben.

Du bist nichts wert.

Bis ich sage, das du etwas wert bist.

Solange: Geh‘ Üben.

Mein Leben, es ist kurz zusammengefasst so:

Vater hab ich nicht kennengelernt, war auch Soldat, ist abgehauen.

Mutter war da, weil ihr woanders sein zu anstrengend war. Easy. Hat mich nie rausgeschmissen. Ich denk’ mal, weil, wenn ich nicht da bin, dann bemerkt se, dass se auch nicht mehr da sein muss.

Is eigentlich so:

Sie kann kochen, ich kann bleiben!

Als ich zum Bund bin, da hat sie so eine Angst bekommen. Als ich verletzt worden war, dass ich – glaub ich – nie wieder arbeiten gehen muss – oder kann.

Die Alte lässt mich ja kaum noch raus!

Wenn mir jemand die Chance gibt, nicht mehr zu arbeiten, ich mein: Wie dumm kann einer sein, dass zu wollen. Ich nicht, Alter!

Die meisten interessanten Menschen, die ich kenne, haben keine Ahnung, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen.

Nachts, wenn die anderen aus dem Team schlafen, geh‘ ich gerne raus, ans Eck, einen saufen.

Am Eck hat sich mal einer umgebracht, und alles, was er hinterlassen hat, war ein Kreuzworträtsel und die Lösung für das Kreuzworträtsel – es war der Grund für seinen Selbstmord. Irgendwie hat niemand es je versucht.

Ich auch nicht!

Ab ins Viertel.

Steffi treffen.


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